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Nadëb-Makú-Indianer in Brasilien

Vernissage der Photos von Christian Ender

Dienstag, 6. März 2012, 20.00 h

Ort: aki, Hirschengraben 86, 8001 Zürich

2012-03-06: Nadëb-Makú-Indianer in Brasilien

Die Organisation CIMI (Conselho Indigenista Missionário) gilt als eine der wichtigsten brasilianischen Menschenrechtsorganisationen zugunsten der indigenen Völker. Von der brasilianischen Bischofskonferenz gegründet, will sie den Genozid an der indigenen Bevölkerung Brasiliens stoppen. Vor allem strebt sie an, die Autonomie der letzten indigenen Völker, welche von der Zivilisation noch nicht erreicht wurden, zu schützen und ihre Kulturen zu bewahren. Ebenso setzt sie sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung auf ihr eigenes Land ein. Mittlerweile leben von landesweit wieder 760.000 Indianern allein 360.000 im Amazonasgebiet. Sie gehören 230 Völkern an und kommunizieren in 180 verschiedenen Sprachen.

Zu diesen Verbesserungen hat auch der Jesuit Gunter Kroemer, Mitbegründer von CIMI, beigetragen. 30 Jahre lang arbeitete er im Amazonasgebiet mit 400 Laien, Ordensleuten und Priestern zusammen.

Im Rahmen seiner Forschungen lernte Christian Ender ihn 2006 in Manaus kennen. Kroemer half ihm, zu den Nadëb-Makú- Indianern zu gelangen und sie zu photographieren.

Seit 2008 ist die Ausstellung in Deutschland und Österreich unterwegs. Gezeigt wurde sie unter anderem an der Humboldt-Universität zu Berlin, im CineStar Leipzig oder im Caritas-Pirckheimer-Haus in Kooperation mit der Jesuitenmission in Nürnberg.

Am 15. Juli 2009 starb Gunter Kroemer plötzlich nach kurzer und schwerer Krankheit im südbrasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. Aber seine Arbeit wirkt weiter! Und
diese Photos möchten einerseits bewusst machen, wie stark die kulturelle Eigenständigkeit der indigenen Bevölkerung bedroht ist, anderseits aber auch die Arbeit des CIMI finanziell unterstützen.