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Martin Föhn SJ   

Martin Föhn SJMartin Föhn SJ
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Jeder Mensch ordnet seine Erfahrungen in ein individuelles Werte- und Bezugssystem ein. Mein eigenes Bezugs- und Wertesystem wurde von folgenden Erfahrungen geprägt:

Aufgewachsen auf einem Bauernhof im Muotathal, lernte ich selbst Landwirt. Dann zog es mich in die Ferne. Ich lernte Spanisch in Madrid, um dann für vier Monate nach Peru zu gehen. Dort kam ich in einem Praktikum mit einem Teil der südamerikanischen Kultur und ihren Bräuchen in Berührung. Was mir den Blick für die Vielfalt des menschlichen Lebens öffnete. Zurück in der Schweiz studierte ich Religionspädagogik in Luzern und arbeitete anschliessend in der Umgebung von Zürich. Das Unterwegssein mit Menschen allen Alters erfüllten mich zwar, aber ich fühlte mich nicht angekommen.

2009 machte ich das erste Mal ignatianische Exerzitien, eine Zeit des Schweigens in Bad Schönbrunn. Sie waren unspektakulär und doch grund-legend. Im Verlaufe des Jahres entschied ich mich, das Ordensleben auf Herz und Nieren zu prüfen und so bat ich um Eintritt ins Noviziat. Die zweijährige Prüfungszeit in Nürnberg war geprägt von spiritueller und persönlicher Reifung. 2012 bat ich um Aufnahme in den Orden und legt dann im September die ersten Gelübde ab. Daraufhin folgten drei Jahre Philosophie-Studium in München.

Die verschiedenen Ausbildungen waren wie unterschiedliche Welten. Mein Blick auf die Welt als ganzes und die Menschen hat sich immer wieder verändert. So manches Welt- und Menschenbild ist in mir zusammengebrochen und musste neu errichtet werden. Als der tiefste und belastbarste Anker in meinem Leben hat sich die Frage nach Gott herausgestellt. Ich glaube, dass die Welt und jeder Mensch in seinem Innersten darauf angelegt ist, nach dem Guten, Wahren und Schönen zu streben. Ich glaube, dass sich dieses Göttliche in uns Menschen entfalten will und dass es in Jesus Christus in einzigartigerweise zum Ausdruck gekommen ist. Deswegen sind er und sein Leben, das in den Evangelien beschrieben ist, mein erster Bezugspunkt und das Wertvollste in meinem Leben.

Ich freue mich, hier im aki mit Menschen unterwegs zu sein und über lebendig machende und flexible sowie starre und fixierende Bezugs- und Wertesysteme nachzudenken und zu sprechen. Ich freue mich, gemeinsam Dinge zu unternehmen und Projekte oder Themenabende zu initiieren. Auf das Ziel hin, dass sich Gerechtigkeit, Frieden und Freude im heiligen, guten, erfüllenden, befreienden Geist immer mehr entfalten und verwirklichen können.

Martin Föhn SJ, Tel. 044 254 54 69

martin.foehn@aki-zh.ch, Hirschengraben 86, 8001 Zürich

 

Warum Sein? Warum Leben? Warum Streben?

Sehnsucht im Herzen

klein mein Anteil

gross das Geschenk

aus dem Innersten

führen lassen

die Fähigkeit

suchen und finden

 

„Erwägen, wie Gott sich in allen geschaffenen Dinge auf dem Angesicht der Erde für mich müht und arbeitet, das heisst, sich in der Weise eines Arbeitenden verhält.... in dem er Sein gibt, erhält, belebt und wahrnehmen macht usw.“ EB236